Männervesper

Wer? 
alle Männer

Wann?    
2 Treffen im Jahr: letzter Freitag im Februar und letzter Freitag im Juni

Ansprechpartner:
Karl Simpfendörfer, Tel. 0171 3089780

15.11.19

Männervesper "Manipulation durch die Massenmedien"

Eine lange Tradition hat das Männervesper in Brettach und Langenbeutingen. Eine Premiere hatte es im nun im Cleversulzbacher Gemeindehaus. Rund 50 Gäste aus den umliegenden Kirchengemeinden durften die Organisatoren um Pfarrer Christoph Heinritz, dem KGR-Vorsitzenden Hansjörg Kaiser und dem Kirchengemeinderat Robert Endreß begrüßen. Schmunzelnd gaben sie zu, bei der Essenszubereitung weibliche Hilfe in Anspruch genommen zu haben. Bei den fünf Damen von der Küche bedankte sich Hansjörg Kaiser ganz herzlich.
Über Manipulation durch die Massenmedien referierte Hans-Werner Kalb aus Schwäbisch Gmünd in einem PowerPoint-Vortrag. Der studierte Nachrichtentechniker war im SWR und beim ZDF tätig. Hier war er unter anderem in der technischen Direktion und der Produktionsdirektion aktiv sowie als Dozent an der Hochschule der Medien und der Dualen Hochschule in Stuttgart. Mit dem Thema der Medienwirkung beschäftigt sich Hans-Werner Kalb schon viele Jahre.
„Medien manipulieren ganz automatisch!“, ist Hans-Werner Kalb überzeugt. „Schon die Auswahl der Nachrichten durch die Fernseh- und Zeitungsredaktionen führen zu einer selektiven Wahrnehmung der Wirklichkeit.“ Man müsse sich durch verschiedene Medien informieren, am besten auch immer wieder durch ein Organ, das eine entgegengesetzte Meinung vertrete. Kalb sieht die Medien kritisch, hält aber nichts von Verschwörungstheorien: „Wir haben in Deutschland keine gelenkte Presse, kein Lügenfernsehen.“
Ein Problem sieht Kalb in den dramaturgisch inszenierten Reality-Shows, die vor allem nachmittags im TV laufen. Die wenigsten Zuschauer seien sich bewusst, dass es sich um "Scripted Reality" handle, also um eine nach Drehbuch vorgespielte scheinbare Realität. Auch Talkshows sieht er kritisch wegen der manchmal recht einseitige Auswahl von Rednern.
Die Journalisten seien sehr häufig im eher linken Spektrum der Politik anzusiedeln; oft hätten sie die "Schere der Political Correctness im Kopf". Deshalb sieht Kalb den eher konservativen und auch christlich geprägten Teil der Bevölkerung unterrepräsentiert.
„Am besten ist es, den Medienkonsum zu reduzieren“, meint Hans-Werner Kalb. Die Medien, die benutzt würden, müsse man auf Vertrauenswürdigkeit überprüfen und auch abwechselnd nutzen, um ein breites Meinungsbild kennenzulernen.
Orientierung in der Medienflut findet der Referent in der Bibel. Sie sei ein gutes Fundament, um von der Schnelllebigkeit der heutigen Welt nicht mitgerissen zu werden. Hans-Werner Kalb war lange Jahre als Kirchengemeinderatsvorsitzender aktiv und ist heute noch als Prädikant tätig.

 

 

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